Einblicke

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Kommentar: Cloud-Nutzer wollen auf Nummer Sicher gehen

Gerade hat techconsult die Zwischenresultate einer Langzeituntersuchung zur Stellung von Cloud Computing in mittelständischen Anwenderunternehmen präsentiert. Die Daten sind vergleichsweise valide und zeichnen ein genaues Bild vom Einsatzgrad der neuen Technologie. Ein ernüchterndes Bild, genauer gesagt.

Zwar zeigt die Studie, dass sich der Einsatzgrad in den nächsten sechs Monaten um nahezu 40 Prozent erhöhen soll, wir starten jedoch von einem eher niedrigen Niveau aus: Im 3. Quartal des Jahres hatten lediglich 11 Prozent der befragten Firmen Cloud-Comupting-Lösungen im Einsatz. 27 Prozent haben angegeben, sich intensiv mit Cloud Computing auseinandergesetzt zu haben.

Viele Unternehmen begegnen dem Cloud Computing immer noch mit Misstrauen, gerade wenn es sich um mittelständische Unternehmen handelt. Das belegt auch eine im September vorgestellte Studie von Pierre Audoin Consultants (PAC) mit dem Titel "User Survey Outsourcing, Cloud & Managed Services 2011". Das Beratungsunternehmen hat dafür mehr als 300 IT-Führungskräfte aus IT-Anwenderunternehmen zu ihren aktuellen Investitionsschwerpunkten befragt. Die Antworten fielen praktisch identisch zu denen in der eingangs zitierte Studie von techconsult aus.

Wieso die Zurückhaltung bei einer Lösung, die von Experten als die zweifelsohne wichtigste Innovation seit Jahrzehnten gehandelt wird? Die Antwort kennt jeder, der in der Branche mitmischt. Angst. Viele CIOs hadern mit sich und wollen weder Daten noch Anwendungen in die Wolke auslagern. Es herrscht eine allgemeine Panik um die Sicherheit eben dieser Daten und Anwendungen.

Nun, tatsächlich gibt es eine ganze Reihe von Bedrohungsszenarien, die IT-Verantwortlichen den Schlaf rauben könnten: Der Datenschutz muss gewährleistet, sämtliche Schnittstellen versiegelt sowie die Kommunikation verschlüsselt sein, etc. etc. Hinzu kommen diverse mögliche und unmögliche Szenarien wie interner Datendiebstahl, Insolvenz des Providers oder der Missbrauch der Cloud für Denial-of-Service-Angriffe.

Trotz dieser Vorbehalte kann man getrost davon ausgehen, dass die Cloud in den kommenden Jahren zum festen Repertoire von CIOs gehören wird. Die Anbieter können die Entwicklung allerdings dadurch beschleunigen, dass sie ihren Kunden gang- und brauchbare Service Level Agreements anbieten. Eine Cloud, die den CIO zittern lässt, ist ihr Geld nicht wert.

Sobald die Cloud-Anbieter ihren Kunden überschaubare aber wasserdichte Verträge anbieten, werden diese das Angebot auch wahrnehmen und die erstaunlichen Wachstumsraten, die die Analysten - egal ob von techconsult, Gartner, Forrester, IDC oder  Experton - seit langem prognostizieren, Realität werden lassen.

Sophie Faye, Director of Marketing EMEA