IT-Chefs: Cloud Computing wird ein Wettbewerbsfaktor

15. Aug. 2011

Deutsche IT-Leiter stehen dem Cloud Computing inzwischen sehr aufgeschlossen gegenüber, sind sich aber in weiten Teilen noch nicht sicher, welche IT-Leistungen sie aus der Wolke beziehen wollen. Das sind zentrale Befunde einer Studie, für die LM Research im Auftrag des Datenintegrations-Anbieters Informatica 1.500 deutsche CIOs und CTOs aus der Wirtschaft und öffentlichen Verwaltungen befragt hat.

Solche Zahlen hätten die meisten Marktbeobachter vor einem Jahr wohl noch für utopisch gehalten: 93 Prozent der Befragten halten Cloud Computing für einen Schlüssel zum Erfolg. Ohne Einsatz dieser Technologie würden sie mit den Veränderungen in der IT nicht Schritt halten und als Unternehmen die Wettbewerbsfähigkeit verlieren.

Auch nach dem Ende der Krise ist die Notwendigkeit, Kosten zu reduzieren, für fast alle IT-Chefs (98 Prozent) das oberste Gebot. 87 Prozent der Befragten versprechen sich von der Cloud-Nutzung mehr Agilität und einen einfacheren Zugriff auf Geschäftssoftware. Rund zwei Drittel (67 Prozent) erwarten größere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit in Folge der Cloud. Kaum weniger, nämlich 62 Prozent, halten die Cloud für eine Plattform, die zu kreativeren Services führen wird.

So überrascht es nicht, dass die Mehrheit der Befragten plant, Cloud-Technologie zu implementieren. Das Wie ist allerdings noch unsicher; denn 38 Prozent sind sich noch unschlüssig, wie viel und für was genau in der Cloud sie IT-Budgets aufbringen werden. Informatica interpretiert dies als eine Folge der Tatsache, dass Cloud Computing in einem frühen Stadium ist. Cloud-Anbieter müssten den vielen Interessierten mehr Unterstützung geben und das Vertrauen stärken. Das sei eine Bedingung, damit die Anwender Cloud-Strategien entwickeln. Juan Carlos Soto, Senior Vice President von Informatica, erklärt, die Anbieter müssten „klare Strategien festlegen, die definieren, wie diese (Cloud-)Technologie optimal in die bestehenden Investitionen passt und wie sie ihre IT-Ausgaben in der Zukunft beeinflussen“.

Ludger Schmitz, freiberuflicher Journalist in München.

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