Krisenfolgen beschleunigen Cloud Computing

27. Jul. 2010

Auftragsrückgänge während der Wirtschaftskrise haben die Auslastung der IT-Ressourcen auf 20 Prozent sinken lassen. Gleichzeitig verbrauchen allein schon der Betrieb und die Wartung der IT-Infrastruktur 70 Prozent der IT-Budgets. Aus diesen Zahlen folgert Steria Mummert Consulting in einer Pressemitteilung, dass „die Nachfrage nach Cloud-Computing-Diensten weiter signifikant steigen“ wird.

Bekanntermaßen fällt es kleinen und mittelständischen Unternehmen momentan schwer, von Banken Kredite zu bekommen. Also müssen diese Unternehmen alles daran setzen, die interne Liquidität zu erhöhen. Das lenkt die Aufmerksamkeit von Finanz- und IT-Verantwortlichen auf brach liegende und ineffiziente IT-Umgebungen, folgern die Berater und meinen: Die Unternehmen werden bald bemerken, dass der „Fixkostenblock gewaltig abschmelzen“ könne, indem sie auf On-Demand-IT, auf Infrastructure as a Service umstellen.

„Die aktuelle Liquiditätsklemme ist derzeit sicherlich vor allem im Mittelstand einer der Treiber für das Thema Cloud Computing“, erklärt Andreas Ohnsorge von Steria Mummert Consulting. „Der Trend zur Nutzung externer IT-Infrastrukturen wird auch im nächsten Aufschwung nicht an Kraft verlieren.“ Das hat einen Grund: Mit ersten Ansätzen von Cloud Computing werden die Unternehmen in ihrer IT spürbar Flexibilität gewinnen. Denn sie müssen ihre IT-Kapazität dank Cloud-Angeboten nicht mehr für Spitzenlasten – zum Beispiel bei Marketing-Kampagnen, bei Quartals- oder Jahresabschlüssen – auslegen. Statt teure Überkapazität vorzuhalten, können die Firmen IT-Ressourcen aus der Cloud beziehen.

Ludger Schmitz, freiberuflicher Journalist in München

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